Der erster Trip durch den Süden

Wir haben die Zeit zwischen den Jahren genutzt und einen kurzen Road-Trip an die Strände von Garopaba, nach Porto Alegre, zu den Oito Cachoeiras (Acht-Wasserfälle) in Sao Francisco de Paula und nach Urubici ins Serra do Rio do Rastro gemacht. Die Eindrücke die wir vor allem in dem mit atlantischen Regenwald bedeckten Bergen um Sao Francisco de Paula und Urubici sammeln konnten waren sehr beeindruckend. Die Aussicht in den Bergen und die Wanderungen durch den artenreichen und üppig grünen Regenwald waren traumhaft.

Die Coronasituation

Aktuell steigen in Brasilien die Zahl der Neuinfektionen wieder stärker an. Im Gegenssatz dazu fallen die Neuinfektionen in Curitiba auf unter 500 Neuinfektionen pro Tag. In den letzten Wochen wurden teilweise noch bis zu 2000 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet. Die neuesten Statistiken zeigen auf, das in unserer Altersgruppe bereits nachweislich 8% bzw. 10% der Bevölkerung nachweislich mit Corona infiziert waren. Vermutlich liegen die Zahlen noch um einiges höher, da in den Zahlen nur die tatsächlich positiv erfassten Fälle enthalten sind. Brasilien wird zusehends pandemiemüde. Restriktionen werden vermehrt nicht mehr beachte und durch die Behörden auch nicht mehr sanktioniert. Das Leben in Brasilien läuft im Grunde genommen wieder wie vor der Pandemie. Einzig Großveranstaltungen bleiben verboten und in Gebäuden besteht weiterhin Maskenpflicht. Durch diese Entwicklungen bestehen für uns kaum Einschränkungen beim Reisen.

Aktuelle Neuinfektionen in Brasilien
Quelle: https://www.worldometers.info/
Aktive Infektionen in Brasilien
Quelle: https://www.worldometers.info/

Die Ausrüstung

Wir haben uns dazu entschieden auch hier in Brasilien dem Campen treu zu bleiben und für unseren Trip auf Zelt und Auto zurückzugreifen. Für ausreichend Komfort sorgt ein Dreimannzelt und luftgepolsterte Schlafmatten von Quechua. Quechua ist in Brasilien stark vertreten und Zusatz- bzw. Ersatzteile sind leicht und kostengünstig zu bekommen. Unbedingt zu empfehlen ist eine Abdeckplane um auch während der in Regenzeit immer wieder auftretenden starken Regenfälle gut geschützt im Trockenen sitzen oder kochen zu können. In den Bergen kann es auch im brasilianischen Sommer nachts empfindlich kalt werden. Temperaturen unter 10°C sind durchaus möglich. Gute und warme Schlafsäcke von Vaude hatten wir uns bereits im letzten Urlaub mit nach Brasilien gebracht. Eine Kiste mit Küchenutensilien, zwei Campingkocher, eine Kiste mit Konserven und Gemüse und ein Pappkarton mit trockenen Nahrungsmittel wie Müsli, Nudeln usw. stellten die Nahrungsversorgung sicher. Die nötigsten Utensilien und Nahrungsmittel kann man problemlos in den Supermärkten der Versorgungsstädte kaufen. Gaskartuschen lassen sich einfach über das Internet beziehen. Der Nachkauf gestaltet sich unterwegs aus verschiedenen Gründen schwierig. Aus diesem Grund sollten ausreichend Gaskartuschen für die gesamte Reise mitgenommen werden. Zwei Campingstühle und ein Tisch sollten in der Ausrüstung nicht fehlen. Auch ein Altzweckmesser, Streichölzer, Besteck und Schüsseln zum Essen sowie Reinigungsmittel und Schwämme sind natürlich Teil der Ausrüstung. Ein Regenschirm sorgt zudem immer für den trocken Weg zur Toilette. Bei Aufenthalten am Strand sind Sonnenschutz(Schirme, Creme, Sonnenbrille) unerlässlich. Der UV-Index erreicht quasi jeden Tag den Höchstwert (12) und ist danach als extrem einzustufen.

Die Campingplätze

Im Grunde genommen ist das Campen in Brasilien wie das Campen in Europa. Allerdings gibt es große Unterschiede in der Qualität und bei den Kosten der Campingplätze. Brasilien verfügt über eine Vielzahl an Campingplätzen, sodass Roadtrips durch das Land problemlos möglich sind. Die Campingplätze unterscheiden sich beachtlich in der Ausstattung, der Lage und dem Erholungsfaktor. Die Spanne reicht von einfachen und günstigen Übernachtungsplätzen die mit mittelhohen Mauern umzäunt sind und ausschließlich über sehr einfache Sanitäranlagen verfügen bis hin zu sehr teuren aber dafür hervorragend ausgestatteten und komfortablen Campinganlagen. Die Mehrzahl der Campingplätze findet sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen wieder. Bevor man startet sollte man sich stets über Verfügbarkeit, Öffnungszeiten und Preise informieren. Neben Campingplätzen bieten auch viele Farmen, Pousadas und Sitios Übernachtungsmöglichkeiten mit Zelt oder Camper an.

Zelt
Zelt

Die Reise

Garopaba

Garopaba ist eine Surf- und Touristenstadt südlich von Florianopolis. Sie verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, Wander- und Bademöglichkeiten und bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Viele reiche Brasilianer kommen im Sommer mit ihrer reisebusähnlichen Wohnmobilen in die Stadt und genießen die Strände, das Essen und ihr Leben. Viele sehr wohlhabende Brasilianer besitzen hier prunkvolle und luxuriöse Villen in abgeschotteten Wohnlagen.

Strände

Die Stadt bietet mehrere Strände, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Direkt am, meist sehr stark frequentierten, Stadtstrand findet das typische brasilianische Strandleben mit Musik und den typischen am Strand verkauften Waren wie Kaltgetränken, Süßwaren, Früchten und allerhand Kleinkram statt. Den Weg in die Mitte des etwas abgelegen Strands Praia do Siriú finden meist nur sehr wenige Menschen. Das liegt zum einen daran, dass dieser Ort nicht mit dem Auto zu erreichen ist und Strandbesucher den Weg zu Fuß bewältigen müssen.

Dunas Siriú

Vom Praia do Siriú ist auch der Zugang zu den berühmten Dunas Siriú möglich. Es handelt sich um eine riesige und sehr beeindruckende Dünenlandschaft, die in Teilen an eine Wüste erinnert. Die Dünen bieten hervorragende Möglichkeiten zum Sandboarden. Die Boards können vor Ort ausgeliehen werden.

Wandern

Die Stadt bietet für Naturenthusiast gute Möglichkeiten zum Wandern und zum Genießen der Natur. Eine lohnenswerte Wanderung, mit tollen Eindrücken von Natur und Meer, startet vom Strand Praia do Silveira im Süden der Stadt. Sie führt über Strand, Wiesen und durch den atlantischen Regenwald zum Strand Praia da Vigia. Die Wanderung ist mittelmäßig gut markiert. Festes Schuhwerk, das, zumindest während der Regenzeit (November – Februar) nass und dreckig werden darf , ist für die Wanderung dringend anzuraten. Zum Joggen eignet sich diese Route nicht.

Joggen

Für wen der tägliche Lauf auch während des Urlaubs nicht fehlen darf, bietet sich eine hervorragende Joggingstrecke durch den hügeligen Süden der Stadt, oberhalb der Strände, durch die teils mit atlantischen Regenwald bewachsenen Hügeln an. Die Strecke führt auch durch eine Luxuswohnanlage. Der Zutritt von der oberen Seite auf das Grundstück scheint für Sportler (Jogger/Randfahrer) gestattet zu sein. Am unteren Ausgang, der zurück auf die Straße führt, muss man sich das Tor vom Porteiro öffnen lassen. Es reicht in der Regel ein kurzes Handzeichen 👍 und das Tor öffnet sich.

Porto Alegre

Nachdem wir einige Tage in Garopaba verbracht hatten, fuhren wir weiter in die Hauptstadt des südlichsten Bundesstaats Rio Grande do Sul. Porto Alegre ist, als eine der größten Städte Brasiliens, ein ökonomisches und kulturelles Zentrum. Sie liegt am Lagoa dos Patos und beherbergt in etwa 1,5 Millionen Einwohner. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, in den großen Metropolen Brasiliens nicht zu campen, sondern stattdessen auf ein Hotel zurückzugreifen. Als Parkmöglichkeit für unseren vollgepackten Polo, diente eine nahegelegene bewachte Tiefgarage. Da wir am Neujahrstag in der Stadt ankamen, waren die meisten Läden und Geschäfte geschlossen. Die Straßen waren wie leer gefegt und ließen uns das wunderschön verzierte Rathaus, den Mercado Municipal und einige Parks ohne Menschengedränge besichtigen. Später machten wir uns auf den Weg zur Strandpromenade, die viele Menschen zum Sporttreiben oder Relaxen nutzten. Leider sind die Flüsse und Seen in Porto Alegre stark mit Müll und Abwasser verschmutzt. Vom Baden ist dringend abzuraten. Die Strandpromenade, die am alten Gaskraftwerk startet endet im Moment noch am Jardim das Esculturas. Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Strandpromenade bis zum Stadion sind allerdings schon in vollem Gange.Die Promenade bietet einen sehr schönen Blick auf den See. Wenn man Zeit hat sollte man am Abend den Sonnenuntergang in einer der vielen Bars und Restaurants an der Promenade genießen. Es ist wunderschön die Sonne im See untergehen zu sehen.

São Francisco de Paula

São Francisco de Paula liegt, auch im Bundesstaat Rio Grande do Sul, etwa 110km nordöstlich von Porto Alegre . Zusammen mit den Gemeinden Gramado und Novo Petropolis bildet sie das Touristengebiet Região das Hortênsias. Die steilen Abhänge und die hohen Berge rund um die Stadt sind noch stark mit atlantischem Regenwald bewachsen. Die Region ist darüber hinaus für ihre Vielzahl an Wasserfällen bekannt.

Parque Das Oito Cachoeiras

Unser Reiseziel war der Parque Das Oito Cachoeiras (Park der 8 Wasserfälle). Dieser Park bietet eine Vielzahl an Wanderwegen mit unterschiedlicher Länge und verschiedenen Schwierigkeitsgraden. So können die nächstgelegenen Wasserfälle bereits nach einem 15 Minütigen Marsch besichtigt werden. Um den schönsten und höchsten Wasserfall, den Cachoeira das Gêmeas Gigantes zu besichtigen, muss man eine etwa 6h-7h stündige Wanderung in teils unwegsamen Gelände einplanen. Dafür wird man mit einem atemberaubenden Anblick des Wasserfalls belohnt. Zum Park gehören zwei Campingplätze, einer für Wohnmobile und einer für Zelte. An den Wochenenden im Sommer, ist der Campingplatz meist stark besucht. Die Zelte stehen dann dicht gedrängt nebeneinander, der Qualm der vielen Feuer und Grillstellen hüllt den Zeltplatz am Abend in dichte Rauchwolken ein. Auch die Wasserversorgung kann bei hohem Personenaufkommen zusammenbrechen. Unter der Woche ist der Platz dagegen nur wenig besucht und bietet eine schöne Übernachtungsmöglichkeit. Für Camper fällt kein zusätzlicher Eintritt für den Besuch der Wasserfälle an. Der Campingplatz bietet keinerlei Einkaufsmöglichkeiten. Man sollte vor der Anreise zum oder am Wochenende ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen, den das Auto könnte schnell zugeparkt werden und das Einkaufen somit unmöglich machen. Wir kamen an einem Samstag gegen Mittag am Campingplatz an. Nachdem wir einen Platz für unser Zelt gefunden und dieses aufgebaut hatten, nutzten wir die Stunden am Nachmittag um die nächstgelegenen Wasserfälle zu besuchen.

Die Wanderung zum Cachoeira das Gêmeas Gigantes

Am nächsten Morgen brachen wir schließlich zum Cachoeira das Gêmeas Gigantes auf. Auf dem Weg kann man noch die drei Wasserfälle Ravina, Pilões und Quadrille besichtigen. Um Ravina und Pilões zu besichtigen darf man keine Höhenangst haben und sollte Trittsicher sein, denn man klettert mehrere Leitern aus großer Höhe ins Flussbett hinunter. Im Anschluss führt der Weg zum weiter entfernten Wasserfall Quadrille. Der Weg ist bis dorthin noch recht einfach zu begehen. An der Gabelung, an dem sich der Weg zum Quadrille und Gigantes teilt, steht der Warnhinweis, dass man nach 12:00h mittags den Weg zum Wasserfall Gêmeas Gigantes nicht mehr antreten sollte. Nachdem wir am Wasserfall Quadrille eine kurze Pause eingelegt hatten, machten wir uns gegen etwa 11:00h auf den Weg zum Gigantes. Anfänglich ist der Weg noch gut begehbar. Nach einiger Zeit schlängelt sich der Weg mehr und mehr über das Flussbett um gegen Ende des Wegs häufig durch das Flussbett über Steine, umgestürzte Bäume und an Felswänden entlangzuführen. Der Weg führt durch den atlantischen Regenwald es können eine Reihe exotischer Pflanzen und Tiere beobachtet werden. Auf unserer Wanderung konnten wir Affen, Kolibries und handgroße Schmetterlinge beobachten. Durch die schlechte Begehbarkeit sollte man ca. 6h-7h für die Wanderung einplanen. Es ist zu beachten, dass die Tage im brasilianischen Sommer wesentlich kürzer sind als in Europa, dass die Sonne sehr schnell untergeht und das es im Regenwald um einiges früher dunkel ist als auf Freiflächen. Eine Taschenlampe kann das Wanderequipment gut ergänzen.

Urubici

Urubici ist eine Stadt im Bundesstaat Santa Catarina in etwa 300km nördlich von São Francisco de Paula im Serra Catarinense. Sie liegt in einem Tal auf 860m Höhe. Die Stadt ist in Brasilien dafür bekannt, dass es dort im brasilianischen Winter (Juni – August) schneien kann und der Schnee auf den Gipfeln der umliegenden Berge auch liegen bleibt. Dieses Phänomen führt in der Winterzeit zu einem extrem hohen Touristenaufkommen in der Stadt. Die Stadt selber ist eine Versorgungsstadt und bietet keinerlei sehenswerte Dinge. Währen die Stadt selber eher uninteressant ist, bietet die Umgebung um so mehr Attraktionen und atemberaubende Natur. Der Campingplatz (CAMPING RB), den wir für unsere Übernachtungen nutzten, verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur (saubere Sanitäreinrichtungen, Gemeinschaftsküche mit Gasherd, Mikrowelle, Wasserkocher usw. und einen Aufenthaltsraum mit Grillmöglichkeiten. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit.

Übersichtskarte
Übersichtskarte

Der Morro da Igreja (Pedra Furada)

Die aus Sicht vieler Menschen wichtigste Attraktion ist wohl der Pedra Furada. Etwa 20km von der Stadt entfernt, hoch in den Bergen, mitten im militärischen Sperrgebiet befindet sich der Fells mit einem Loch in der Mitte. Er kann von einer Plattform vom gegenüberliegenden Berg bei gutem Wetter betrachtet werden. Es ist nötig, sich im Vorfeld bei der Administration des Nationalparks unter “Agendamento Morro da igreja / Pedra Furada,” für den Besuch zu registrieren. Nach der Registrierung müssen die Eintrittskarten noch bei der Parkverwaltung (ICMBio) abgeholt werden. Auch mit Registrierung sollte an jedem Tag mit längeren Wartezeiten am Portal gerechnet werden. Es dürfen nur eine limitierte Anzahl an Besuchern zur Plattform hinauffahren. Die maximale Aufenthaltszeit auf der Plattform beträgt 15 Minuten. Aus unserer Sicht ist der Hype um diesen Fells übertrieben, denn Urubici hat weitaus schönere Plätze zu bieten. Darüber hinaus kann in dieser Höhe schnell Nebel aufziehen und man kann mit Pech den Pedra in der verfügbaren Zeit nicht sehen.

Cânion do Espraiado

Die aus unserer Sicht atemberaubendste Attraktion ist der Cânion do Espraiado. Er liegt in etwa 25 km von Urubici hoch in den Bergen. Die Zufahrt erfolgt auf den letzten 10km über eine Staubstraße, die auch durch Privatgelände führt. Für den Besuch fallen gebühren an. Der Besuch des Cânion kostet pro Person 20 BRL. Vor Ort kann man sich Gummistiefel für 10 BRL ausleihen. Um das Gebiet zu erkunden sind Gummistiefel dringend zu empfehlen, da es teilweise sehr sumpfig sein kann. Vor Ort befindet sich eine riesige Schaukel, auf der man zu zweit, gleichzeitig, auf zwei separaten Schaukelplätzen schaukeln kann. Das Schaukeln ist unter Woche kostenlos. Am Wochenende kostet es 20 BRL. Etwa 2 km von der Schaukel befindet sich der Pico do Corvo, von dem man eine herrliche Aussicht auf den Cânion und weit ins Landesinnere hat.

Altos Corvo Branco

Ein eindrucksvolles Erlebnis ist es die SC-370 das Serra do Corvo Branco hinunterzufahren. Dieser Streckenabschnitt der SC-370 zählt zu einem der gefährlichsten Straßenabschnitte Brasiliens. In steilen Serpentinen schlängelt sich die enge und in Teilen stark beschädigte Straße dicht an die Felsen gepresst das Gebirge hinunter. Das besondere an diese Strecke ist, dass auch LKW bis zu 10t die Straße befahren dürfen. Bei einer Begegnung mit einem LKW sind vor allem im oberen Abschnitt der Strecke gute Fahrfertigkeiten, viel Fingerspitzengefühl und Stressresistenz gefragt. Die Strecke wird vermehrt von LKW-Fahrern genutzt um ihr Fahrerisches Können unter Beweis zu stellen. Unfälle durch Steinschlag sind häufig.

Cachoeira do Avencal und Chachoeira do Papuã

Beide Wasserfälle sind schön anzuschauen. Der Eintrittspreis für den Avencal ist mit 20 BRL sehr hoch. Sowohl für dich Sicht von oben, als auch für die Sicht von unten sind jeweils 20 BRL fällig. Die Sicht von unten ist sehr schön und aus unserer Meinung nach sind die 20 BRL/Person gerade noch OK. Die Sicht von oben ist absolut überteuert, denn es gibt den Bereich direkt über dem Wasserfall und den Bereich gegenüber dem Wasserfall. Der Eintritt in jeden der Bereiche kostet 20 BRL. Die Schaukel und die Seilbahn kosten extra. Es gibt keine Wanderwege und die Bereiche sind sehr klein, sodass man in der Regel nach spätestens 5-10 Minuten alles gesehen hat. Der Cachoeira do Papuã wurde gerade erst neu eröffnet. Der Eintrittspreis ist mit 15BRL/Person auch recht teuer, denn es gibt nur einen kurzen Steg zu einer Plattform direkt gegenüber dem Wasserfall. Die Aussicht ist schön, aber aus unserer Sicht bietet sie zu wenig für den recht hohen Preis. Zusammengefasst lohnt sich bestenfalls ein Besuch des unteren Bereichs des Cachoeira do Avencal.

Cachoeira Véu da Noiva

Direkt vor dem Portal zum Morro da Igreja geht eine kleine Zufahrt nach rechts ab, die zum Cachoeira Véu da Noiva führt. Der Kostet 15 BRL/Person und ist lohnenswert. Den Wasserfall gibt es zwar direkt nach dem Eingang zu sehen, aber der Park bietet eine Reihe von Wanderwegen, die unter anderem durch einen dichten Wald mit uralten riesigen Xaxims zu den Cachoeiras dos tres Irmãos führt. Die Wege sind teils sehr steil und rutschig. Die Wanderung dauert hin und zurück ca. 40 Minuten.

Der Rückweg

Nachdem wir vier Nächte in Urubici verbracht und die Umgebung ausgiebig erforscht hatten, machten wir uns die knapp 500 km auf den Weg zurück nach Curitiba. Wir entschieden uns dafür, nicht die Autobahn am Meer, sondern die Landstraßen durch die Berge zu nehmen. Die tollen Aussichten und Eindrücke die bei der Fahrt durch das Serra Catarinense hatten, werden uns lange in Erinnerung bleiben.

Der erste Trip durch den Süden

Antonina und Morretes

Die letzte Woche haben wir uns ausgiebig damit beschäftigt, wie wir unser Brauprozess unter den gegebenen Umständen gestalten und welches Equipment wir dafür benötigen. Bei der Beschaffung des ersten Dinge mussten wir gleich schmerzhaft lernen, dass die Dinge hier anders funktionieren und Erwartungshaltungen nicht immer so erfüllt werden, wie das vielleicht in Deutschland der Fall ist. Dem Thema Brauen werde ich im nächsten Post etwas mehr Platz widmen.

Die Coronasituation

In den letzten Tagen zeichnet sich hier in Brasilien eine leichte Zunahme der Neuinfektionen ab. Brasilien meldet pro Tag im 7-Tage-Mittel in etwa 28000 neue Infektionsfälle. Curitiba erreicht die letzten Tage mit über 1000 Neuinfektionen pro Tag leider einen neuen Negativrekord. Das Leben läuft im Alltag indessen wieder fast normal. Das Tragen von Masken bleibt jedoch in allen Lebenslagen obligatorisch.

Coronaneuinfektionen
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus
Aktive Coronafälle
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus

Verrücktes Wetter in Curitiba

Das Wetter hier in Curitiba kann sich schnell ändern. Innerhalb von fünf Minuten wird aus strahlendem Sonnenschein ein Gewitter mit massiven Regen. Doch was letzte Woche geschah, war selbst für die Curitibanos ein sehr seltenes Ereignis. Wenige Minuten nachdem ein Gewitter aufzog, war die Stadt von einem dünnen weißen Teppich aus Schnee- und Eismatsch bedeckt. Es kann zwar im Winter vorkommen, dass sich auf Wiesen Raureif bildet und das kleine Pfützen eine dünne Eisschicht bilden. Das sich aber im fortgeschrittenen Frühjahr eine weiße Schicht aus Eis- und Schneematsch bildet ist ein extrem seltenes Wetterereignis.

Die Estrata da Graciosa

Die Estrata da Graciosa ist eine der ältesten Straßen von Parná. Sie findet bereits im frühen 18. Jahrhundert Erwähnung. Sie verbindet die Gemeinde Quadro Barras (Metropolregion Curitiba) mit Antonina, einem der ältesten Siedlungen Paranás und Morretes einem wunderschönen alten Kolonialstädtchen mit hoher touristischer Bedeutung. Um 1873 wurde die Straße befestigt ausgebaut und war bis Mitte des 20. Jh. die einzige befestigte Straße Paranás. Neben den Flüssen war die Straße die wichtigste Verbindung um Güter aus dem Hinterland zu den Häfen in Antonina und Paranaquá zu bringen. Die Straße durchquert einen der am besten erhaltenen Teile des atlantischen Regenwalds. Ein Teil der Strecke führt durch ein 1993 von der UNESCO ernannten Biosphärenreservat. Im weiteren Verlauf durchquert sie zwei Naturschutzgebiete (Parque Estadual da Graciosa, und Parque Estadual Roberto Ribas Lange) die zum Schutz der Wasserquellen der Regionen und der Biodiversität des atlantischen Regenwalds eingerichtet wurden. Die Graciosa, wie sie die Menschen hier nennen, beeindruckt mit unglaublich schöner Natur, die vor allem in den genannten Parks sehr gut zum Ausdruck kommt. Leider sind die Parks aktuell, auf Grund der Coronasituation, nur zeitweise geöffnet. Wir werden die Parks nach und nach bei weiteren Ausflügen erkunden und unsere Eindrücke wiedergeben.

Antonina

Der Ort Antonia liegt in der Bucht von Paranaquá und gehört zum Verwaltungsgebiet der gleichnamigen Stadt. Der Ort wurde 1714 gegründet und ist damit eine der ältesten Städte Paranás. Der Hafen der Stadt war lange einer der bedeutendsten Häfen des Bundesstaats. Der geografisch günstiger gelegene Hafen von Paranaqua übernahm jedoch schon recht früh Kapazitäten des Hafens in Antonina. Der örtliche Hafen dient heute nur noch touristischen Zwecken. Antonina ist an das hiesige Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Strecke dient jedoch ausschließlich touristischen Zwecken und wurde erst vor kurzem wieder in Betrieb genommen. Insgesamt wurde der Ort erst in neuster Zeit wieder für den Tourismus entdeckt und wird nun nach und nach entsprechend aufbereitet. Die Besucherzahlen halten sich im Vergleich zu Morretes in Grenzen und der Ort besitzt noch viel alte koloniale Bausubstanz.

Morretes

Die Stadt wurde 1721 offiziell im Zuge der Entdeckung von Goldvorkommen und der damit einhergehenden Besiedelung der Küste Paranás gegründet. Viele Goldsucher, Bergleute und Abenteurer nutzten die Stadt als Ausgangspunkt für ihre Unternehmungen. Bis 1865 wurde Industrie und Handel immer weiter ausgebaut und brachten der Stadt Reichtum und Wohlstand. Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahn (Estrada de Ferro Paraná) und der zunehmenden Besiedelung und dem Ausbau des Hinterlands und der Häfen verlor Morretes für den Handel und die Industrie stark an Bedeutung. Heute lebt die Stadt nahezu ausschließlich vom Tourismus. Sie bietet schöne und wiederaufbereitete koloniale Bausubstanz, sehr viele Restaurants und Bademöglichkeiten im Fluss Nhundiaquara. Darüber hinaus gibt unglaublich gutes Eis zu kaufen. In Morretes befindet sich die Endstation des Serra Verde Express, der Touristen von Curitiba durch das mit atlantischem Regenwald bedeckte Serra do Mare bis nach Morretes bringt. Die Eisenbahnstrecke wird auch für den Warentransport vom/zum Hafen in Paranaquá genutzt. Sobald wir eine Tour mit dem Serra Verde Express machen konnten, werde ich natürlich einen Post darüber verfassen.😁 Im Vorort Porto de Cima gib es die Möglichkeit über eine Staubstraße bis zur Bahnstation Estação Engenheiro Lange zu fahren und von dort aus etwas das Serra do Mar zu Fuss zu erkunden. Leider ist auch diese Ausflugsmöglichkeit aktuell gesperrt.

Antonina und Morretes

Schritt für Schritt

Mittlerweile sind etwas mehr als drei Wochen vergangen, nachdem wir in Curitiba angekommen sind. Wir konnten bisher einiges an Papierkram erledigen und ein paar wichtige Dokumente besorgen.

Die Dokumente

Eines der wichtigsten Dokumente die wir nun endlich in unseren Händen halten ist Bees RG. Ein RG könnte man mit dem Personalausweis in Deutschland vergleichen. Der Unterschied zwischen beiden Dokumenten besteht darin, dass das RG nicht die Wohnanschrift enthält. Die Anschrift wird in Brasilien mit Hilfe von Telefon-, Gas- oder Stromrechnungen nachgewiesen. Alternativ kann auch ein Wohnungseigentümer, auf den eine dieser Rechnungen ausgestellt wurde, persönlich unter Angabe zusätzlicher Dokumente wie RG oder CNH (Führerschein) den Wohnsitz einer Person bestätigen. Da auf Bees und mich in der Vergangenheit noch keine Rechnungen ausgestellt wurden, mussten Bees ihrer Eltern unseren Wohnsitz bestätigen. Das RG gilt für einen Bundesstaat und muss bei Umzug in einen anderen Staat neu beantragt werden. Mit Hilfe des RG kann man sich nun offiziell ausweisen und z.B. Konten bei Banken oder Accounts bei verschieden Online-Platformen eröffnen. Darüber hinaus ist Bees RG für die Beantragung meiner permanenten Aufenthaltsgenehmigung nötig. Auch die Anmeldung zur Führerscheinprüfung ist ohne eine RG oder ein RNE (Ausweis für Ausländer) nicht möglich. Im Vorfeld hatten wir noch unsere temporäre Heiratsurkunde, die vom Konsulat in München ausgestellt wurde, hier in Brasilien registriert. Daraufhin wurde uns eine offizielle brasilianische Heiratsurkunde ausgestellt die wir hier für alle Behördengänge nutzen können. Parallel haben wir noch eine CPF (eine Art Steuernummer) für mich beantragt und konnten diese auch bereits beim Ministerio de Economia (Wirtschaftsministerium) abholen. Eine CPF ist die Grundlage jedem wirtschaftlichen Handelns in Brasilien. Im nächsten Schritt beantragen wir nun noch meine RNE bei der Policia Federal und danach melden wir uns dann für die Führerscheinprüfung an. Wir sind schon fleißig am lernen. 😉 Ich bin guter Dinge das wir die Prüfung bestehen werden. Mit dem Nachweis und der Übersetzung eines Deutschen Führerscheins kann ein brasilianischer Führerschein mit dem bestehen der theoretischen Prüfung ausgestellt werden. Es ist also nicht nötig, dass wir eine bestimmt Anzahl Theoriestunden oder eine praktische Fahrprüfung absolvieren müssen. Mit der Einreise nach Brasilien ist man berechtigt 180 Tage mit seinem deutschen Führerschein in Brasilien zu fahren. Danach muss ein nationaler Führerschein erworben werden.

Der erste Ausflug zum Strand

Nachdem wir uns in letzter Zeit viel mit bürokratischem Papiergram herumschlagen mussten, haben wir uns letztes Wochenende die Zeit genommen und sind das erste Mal die Serra da Graciosa von Curitiba an den Strand von Martinhos heruntergefahren. Unser Ziel war es einfach ein paar Stunden am Strand zu entspannen. Für die etwa 110km benötigt man über die Schnellstraße etwa 1,5h. Dieser Weg ist die erste Wahl wenn das primäre Ziel ist, einen Tag möglichst lang am Strand zu verbringen. Es gibt noch eine weitere weitaus schönere Möglichkeit zum Meer zu gelangen. Dabei handelt es sich um eine alte Straße die sich durch das Gebirge von Curitiba über Morretes bis ans Meer schlängelt. Bei einem unserer nächsten Ausflüge werden wir diese Möglichkeit noch ausprobieren. Auch wenn wir diesmal die Schnellstraße zum Meer genommen haben, um möglichst viel Zeit zum Enspannen zu haben, ist die Fahrt durch die Berge ein wundervolles Erlebnis. In verwundenen Kurven schlängelt sich die Straße aus der Metropole das dicht mit atlantischen Regenwald bedeckte und mit Wolken verhangene Gebirge herunter. Am Fuß des Gebirges fing es dann auch kräftig zu regnen an. Als wir dann den Strand von Martinhos erreichten regnete es in Strömen. Im Gegensatz zu Curitiba, wo sich das Klima im Jahresmittel feucht und kühl zeigt, herrscht am Meer ein feucht-warmes Klima. Selbst wenn es regnet ist es in der Regel angenehm warm. Nachdem wir noch einige Zeit das Meer und den Strand vom trockenen Auto aus beobachtet hatten, verzogen sich nach und nach die Wolken und die Sonne blinzelte zwischen den Wolkenlücken hervor. Wir stiegen aus nahmen unsere Sachen und setzten uns in den nassen Sand. Wir waren die einzigen Gäste am Strand. Soweit das Auge reichte, war keine Menschenseele zu sehen. Hinter uns schauten die ungenutzten Ferienhäuser trist aufs Meer. Nach und nach verdrängte die Sonne immer mehr die Wolken und eine typische Meeresprise gesellte sich dazu. Das Meer war aufbrausend und die weiter draus gebrochen Wellen schoben sich kontinuierlich den Strand hinauf. Wir genossen die Ruhe und das Meeresrauschen um etwas zu dösen und etwas Kraft zu tanken. Wir stürzten uns noch ein paar Mal in die Wellen bevor wir gegen Abend wieder Richtung Curitiba aufbrachen. Es war insgesamt ein schöner Ausflug um die Seele etwas baumeln zu lassen, aber Brasilien hat mit Sicherheit auch noch aufregendere Strände zu bieten.

Auf der Suche nach Wanderungen

Hier in Brasilien gibt es in der Regel kaum öffentliche frei zugängliche Flächen um Wanderungen in Wäldern oder Seen zu unternehmen. In aller Regel befinden sich die Ländereien in Privatbesitz und gehören zu Framen, Sitios oder Chácaras. Allerdings gibtes auch von Privatanbietern touristisch erschlossene Flächen, die gegen ein Entgelt benutzt werden können. Einige Berggipfel der Serra sind so erschlossen worden und können von Touristen genutzt werden. Für uns liegen der Gipfel des Morro do Anhangava oder des Morro do Canal für einen Nachmittagsausflug in unmittelbarer Reichweite. Wir nahmen uns also für Samstagnachmittag vor eine Wanderung auf den Morro do Anhangava zu unternehmen. Wir packten unser Wanderutensilien sowie etwas zu trinken und zu essen in unseren Rucksack und machten uns auf den Weg zum Fuß des Berges. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Aufstieg auf Grund von unachtsamen Verhalten anderer Wanderer geschlossen wurde. Die unsachgemäße Entsorgung von Müll und das sorglose Entzünden von Feuern haben der Natur am Berg so stark zugesetzt, dass die Route vorläufig vom Eigentümer geschlossen werden musste. Für eine weitere Wanderung am Morro do Canal war es schon etwas spät geworden, wir entschieden uns daher zumindest nachzuschauen, ob die Route geöffnet ist, um dort eventuell am nächsten Tag einen Ausflug zu unternehmen.

Oruxmaps

Die Fahrt durch das Gebirge war atemberaubend. Der größte Teil der Strecke ging über Staubstraßen durch die tiefgrüne Natur. Das Mobilfunknetz bot hier keine Abdeckung, sodass wir große Teile des Weges mit Unterstützung von Oruxmaps fahren mussten. Oruxmaps ist eine kostenlose und hervorragende Möglichkeit Wanderungen zu planen. Die App bietet die Möglichkeit die kostenfreien Karten und Themes von OpenAndroMaps zu nutzen. Ich bin immer wieder verblüfft wie genau die Karten sind. Selbst Trampelpfade die man selbst unterwegs nicht als Weg erkennen und einordnen würde sind verzeichnet. Wie gut ein Weg ausgebaut ist wird durch die verschiedenen Symboliken dargestellt. So weiß man schon im Voraus wie gut ein Weg voraussichtlich ausgebaut ist. Ich plane Wanderungen und Joggingstrecken schon seit Jahren mit dieser App und bin bis heute hochzufrieden. Die App ist nicht über den Playstore verfügbar, sondern kann nur direkt als Apk installiert werden.

Wer sucht der findet

Am Aufstieg des Morro do Canal angekommen mussten wir festellen, dass auch dieser auf Grund der Corona-Pandemie geschlossen war. Im Bundesstaat Paraná werden einige Parks und stärker frequentierte Ausflugsziele am Wochenende geschlossen, um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden. Etwas gefrustet machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Unterwegs stiefelten wir noch etwas über die Staubstraßen am fast leeren Piraquara Stausee.

Die ungewöhnlich lange Tockenzeit

Die vergangene Trockenzeit hat die Stauseen, die Curitiba für die Trinkwasserversorgen dienen, fast vollständig ausgetrocknet. Es war die stärkste Trockenzeit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Wasserversorgung ist in Curitiba mittlerweile rationiert. Die Wasserversorgung wird in Zyklen alle 36h für 36h eingestellt um für die darauf folgenden 36h wieder zur Verfügung zu stehen. Viele gut ausgebauten Gebäude besitzen einen Wassertank, um die 36h-Periode ohne Wasser zu überbrücken. Das Wasser der Tanks wird nach und nach aufgebraucht. Nach Rückkehr der Wasserversorgung werden die Tanks dann wieder aufgefüllt. Damit das Wasser für eine 36h-Periode reicht, muss Wasser gespart werden und wasserintensive Aktivitäten auf eine Periode mit Wasserversorgung verschoben werden. Die Rationierung des Wassers wird voraussichtlich noch bis Dezember anhalten. Dann sollte die Regenzeit die Wasserreservoirs wieder ausreichend aufgefüllt haben.

Morro da Palha

Am Sonntag unternahmen wir noch einen letzten Versuch eine kleine Wanderung am Morro da Palha zu unternehmen. Der Berg liegt etwas nordwestlich von Curitiba und gehört zur Stadt Campo Margro. Der Weg führt zum Teil durch steile und unwegsame Staubstraßen des Serra do Mar, vorbei an der leicht alkalischen Quelle Ouro Fino. Die Trinkwasserquelle Ouro Fino mit ihrem PH-Wert von 7,6 und einer Restalkalität von 5,3 °dH eignet sich sehr gut als Basiswasser für viele Biertypen. Warum das so ist, werde ich noch in einem späteren Post genau erläutern. Da das Gelände zum Teil sehr unwegsam ist, boten uns Bees Eltern an uns mit ihrem Geländewagen zu begleiten.

Am Parkplatz angekommen konnten wir zu unserer Freude feststellen, das die Wanderung am Berg möglich war.

Kurze visuelle Zusammenfassung

Die ersten Tage in Curitiba

Es sind mittlerweile ca. zwei Wochen vergangen, dass wir in Curitiba angekommen sind. In den ersten Tagen haben wir versucht so gut es ging unser Gepäck, dazu zählen unsere Koffer, aber auch all die Pakete die wir in den letzten zwei Jahren hier her geschickt haben, in unseren zwei Zimmern zu verstauen. Das war eine Herausforderung, denn der Platz ist knapp und wir mussten genau überlegen wie wir die Dinge Ordnen um ohne großes Suchen und Räumen an die alltäglichen Dinge herankommen. Glücklicherweise haben Bees Eltern für uns ein Hochbett hier in Curitiba schreinern lassen. Als Vorlage diente unser Bett in Deutschland. Wir sind mega froh dieses Bett zu haben, da es uns viel Platz spart.

Die Coronasituation

Aktuell sind die Infektionszahlen in Brasilien insgesamt rückläufig. Der 7-Tage Trend zeigt aktuell in etwa 20000 Neuinfektionen pro Tag. Den Zahlen nach zu urteilen, bekommt man hier die Pandemie langsam unter Kontrolle.

Die aktuellen Infektionszahlen
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/
Die aktuellen aktiven Fälle
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/

Curitiba – A Cidate mais ecologica do Brasil

Curitiba ist die Landeshauptstadt des Bundesstaats Paraná im Süden von Brasilien. Paraná wird im Osten vom atlatischen Ozean, im Süden vom Bundesstaat Santa Catarina, im Westen von Paraguay und Argentinien und im Noden von den Bundesstaaten Mato Grosso do Sul und Sao Paulo begrenzt. Der Bundesstaat besitzt mit ca. 200.000km² etwas mehr als die halbe Fläche Deutschlands (x 0,6). Curitiba befindet sich auf einem Plateau in ca. 1000m Höhe ca. 70 km vom atlantischen Ozean entfernt. Hier leben ca. 2 Millionen Menschen auf einer Fläche von 435km². Es herrscht Seeklima (Cfb) mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 17°C, hoher Luftfeuchtigkeit und etwa 1400mm Niederschlag pro Jahr . Der Lebensstandart ist einer der höchsten in Brasilien. Die Stadt wird durch ihre Stadtplanung mit vielen Parks, ihrem guten öffentlichen Nahverkehr und weiteren Umweltaktivitäten als die ökologischste Stadt Brasiliens geführt.

Die Inbetriebnahme

Wir haben einiges an Technik aus Deutschland mit nach Brasilien gebracht. Der Hauptgrund ist, dass technisches Equipment in Brasilien sehr teuer ist. Zum anderen gibt es hier in Brasilien für Heimanwender häufig nur Produkte mit eingeschränktem Funktionsumfang, die zum Teil nicht oder nur sehr eingeschränkt auf die persönlichen Belange angepasst werden können. Zum Beispiel gilt hier in Brasilien am heimischen Internetanschluss Routerzwang. Das bedeutet das ausschließlich Router vom Internetprovider am Anschluss betrieben werden dürfen. Die Geräte die an den Kunden ausgeliefert werden, sind derart eingeschränkt, dass zum Teil gar keine Anpassungsmöglichkeiten gegeben sind. Zudem sind die Geräte im Hinblick auf die Sicherheit absolut nicht zu empfehlen. Firmwareupdates sind hier im Heimbereich extrem selten. Um diesem Problem entgegenzutreten, haben wir uns aus Deutschland unter Anderem eine FRITZ!Box 4040(affiliate), einen FRITZ!Repeater 3000(affiliate) und einige Raspberrypi’s (affiliate)+ zusätzliches Equipment(affiliate) mit nach Curitiba gebracht. Daraus haben wir uns nun unser Heimnetz zusammengebaut. Die Fritz!Box ist als einziger Client mit dem Router unseres Internetproviders verbunden. Die Fritz!Box arbeitet dabei im NAT-Modus und nutzt den Router des Providers und dessen Modem nur als Uplink. Sie spannt ein eigenes entkoppeltes Netz/Gastnetz, dessen WLAN mittels des Fritz!Repeaters auf die gerammte Wohnung erweitert wird auf. Zusätzlich dient ein RaspberryPi als sogenanntes Pi-Hole um unerwünschte Werbung und unerwünschtes Tracking zu unterbinden. Innerhalb unseres Heimnetzes entkoppelt ein RaspberryPi zusätzlich das Netzwerk meiner kleinen IT-Beratungsfirma. Über unsere eigenen VPN-Zugangspunkte ist der Empfang von deutschen Fernsehen, Netflix und AmazonVideo(affiliate) problemlos möglich. Das Manko an unserer Netzwerkkonfiguration ist, dass wir leider kein IPv6 nutzen können. Unser Provider stellt uns leider nur ein /64 Subnetz zur Verfügung. Obwohl man dieses weiter in Subnetze unterteilen könnte, beschreibt der IPv6 Standard dies als kleinstes Subnetz. In Deutschland werden häufig /56 Netze von den Providern zur Verfügung gestellt, sodass diese im Heimnetz, mit der richtigen Hardware, weiter unterteilt werden können. In Curitiba beträgt die Netzspannung 127V mit einer Netzfrequenz von 60Hz (Deutschland 230V/50Hz). Alle verwendeten Geräte und Netzteile müssen auf diese Bedingungen angepasst werden. Für die Fritz!Box und den Repeater musste ich noch in Deutschland passende Netzteile kaufen.

Obst und Gemüse

Brasilien ist ein riesiges Land. Es ist in etwa so große wie der europäische Kontinent und besteht im Grunde genommen aus der tropischen und subtropischen Klimazone. Das Angebot an Obst und Gemüse ist daher sehr reichlich. Gebietsweise können mehrere Ernten im Jahr eingefahren werden. Die Agrarindustrie stellt einen der größten Industriezweige und Arbeitgeber des Landes dar. Dementsprechend ist dieser Industriezweig effizient organisiert und finanziell gut aufgestellt. Obst und Gemüse kann vor allem in Läden, die sich auf Waren der Handelsklasse zwei und niedriger beschränken, sehr günstig erworben werden. Das hilft vor allem den armen Bevölkerungsschichten, die auf Grund ihres geringen Einkommens auf den Zugang zu günstigen Lebensmitteln angewiesen sind. Waren der Handelsklasse eins werden zum einen in Supermärkten um ein vielfaches teurerer angeboten und zum anderen auch zu einem großen Teil mit China, der EU und den USA gehandelt. Aktuell genießen wir das große Angebot an Obst und Gemüse. Es leistet einen großen Beitrag für unsere Ernährung. Vor allem tropisches Obst wie Papaya, Mamao, Bananen und allerhand Zitrusfrüchte sind eine große Bereicherung für uns. Obwohl Brasilien der weltweit sechstgrößte Honigproduzent ist, ist Honig hier kein Billigprodukt. Die Honige sind sehr aromatisch und die Preise sind mit Honigen des mittleren Preissegments in Deutschland vergleichbar. Wir sind schon sehr gespannt, wann wir unseren ersten eigenen Honig imkern werden. Bees Eltern stellen ihren eigenen Joghurt und ihren eigenen Quark her. Die dazu benötigte Milch wird bei lokalen Milchbauern erworben.

Der Bosque

Bees Eltern besitzen hier in Curitiba einen sogenannten Bosque. Als Bosque bezeichnet man ein kleines Waldstückchen der Mata Atlantica (atlantischer Regenwald). Mehr als 70% des Bosque sind noch ursprünglicher atlantischer Regenwald. Der atlantische Regenwald ist eine tropische und subtropische Vegetationsform und erstreckt sich an der brasilianischen Ostküste von den Bundestaaten Rio Grande do Norte im Norden des Landes bis Rio Grande do Sul im Süden des Landes. Von den ursprünglich 1.300.000 km² wurden im 19. und 20. Jahrhundert 1.205.000 km² abgeholzt. Heute sind in etwa noch 9% erhalten. Nur noch 1% der ursprünglichen Fläche des atlantischen Regenwaldes befinden sich im Ursprungszustand. Im Bosque gibt es über 90 einheimische Pflanzen-, unzählige Tierarten und eine Wasserquelle. Hier finden seltene und vom Aussterben bedrohte Bienenarten (Mandacaia, Guaraipo, Mirim und Jatai) ein Zuhause und er dient uns als Naherholungsgebiet in Mitten der Großstadt Curitiba. Die Bienen der genannten Bienenarten besitzen allesamt keinen Stachel, sondern andere Abwehrmechanismen. Wir werden euch über unsere Aktivitäten im Bosque auf dem Laufenden halten. In Zukunft wollen wir versuchen auch Honigbienen zu halten und unseren Frühstückshonig selbst zu gewinnen 😃. Der Mosquito Pólvora hat uns bei unserem ersten Besuch im Bosque direkt mit mehren Stichen willkommen geheißen. 😂

Das Bierbrauen

Wir haben uns natürlich schon Gedanken darüber gemacht, wie wir hier unser Bier brauen können. Leider sind aktuell die Gegebenheiten zum Bierbrauen nicht ganz optimal. Unsere Einkochbrauerei ist auf dem Transportweg zum Teil verloren gegen und zum Teil durch den Zoll beschädigt worden. Glücklicherweise ist das Kleinequipment mehr oder weniger unbeschadet angekommen. Wir wohnen aktuell auf engem Raum, sodass wir uns im Vorfeld noch Gedanken darüber machen müssen, wie wir den Gär- und Lagerprozess geregelt ablaufen lassen können. Wir haben zwar einen weiteren Kühlschrank gekauft und auch einen passenden Gärtank aus Edelstahl gefunden, aber wir brauchen unseren Kühlschrank zu einem gewissen Teil auch für unsere Lebensmittel. Ein weiterer Kühlschrank lässt sich so einfach nicht in unserer Wohnung unterbringen. Hier müssen wir noch etwas tüfteln. 😎 Die Mineralstoffzusammensetzung des Wassers ist hier in Curitiba nicht besonders gut zum Bierbrauen geeignet. Der PH-Wert des Wassers ist mit 5,4 – 6 zu niedrig und das Wasser ist Mineralstoffarm. Wir müssen das Wasser entweder aufwendig aufsalzen und den PH-Wert anheben oder wir müssen eine Quelle finden deren Wasser sich besser eignet. Eventuell lässt sich das Wasser auch mit anderem Wasser verschneiden sodass sich die Braueigenschaften verbessern. Der Aufbau des Brausystems wird aber noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Wir sammeln aber bereits Flaschen für die Abfüllung unseres zukünftigen brasilianischen Biers. 😋

Der erste Lauf

Selbstverständlich ist mir auch hier in Curitiba die Lust am Laufen nicht vergangen 😉. Also habe ich mir unmittelbar nach unserer Ankunft eine Joggingstrecke herausgesucht. Sie ist noch nicht ganz optimal, da ich noch einige größere Straßen queren muss und die Luftqualität an den großen Straßen in Brasilien schlecht ist. Viele ältere Autos fehlt die Abgasaufbereitung, das Resultat ist, dass die Luftqualität in der Nähe größerer Straßen sehr schlecht ist. Abseits der größeren Straßen wird sie durch den oft wehenden Wind und die, für brasilianische Verhältnisse, großzügige Bewaldung schnell besser. Mit einer Länge von 14,8km, einem akkumulierten Aufstieg von 450m und einer maximalen Höhe von knapp über 1000m Meter ist sie aktuell jeden Morgen noch eine kleine Herausforderung. Der Höhenunterschied im Vergleich zu meinen deutschen Laufstrecken ist nicht ganz zu vernachlässigen. Ich werde in nächster Zeit noch etwas Zeit für die Optimierung der Strecke aufwenden.

Die ersten Tage in Curitiba

Die Ankunft

Sao Paulo – Guarulhos

Nach ca. 11,5h Flugzeit landeten wir gegen 4:00h morgens auf dem Flughafen Guarulhos in Sao Paulo. Die Lufttemperatur betrug angenehme 20°C. Glücklicherweise war das Flugzeug 1h schneller als geplant. Es sollte planmäßig gegen 05:00h landen. Wir hätten ursprünglich 2,5h Zeit gehabt unseren Anschlussflug nach Curitiba zu bekommen. Da der Flughafen in Sao Paulo mit Abstand der größte und wichtigste Flughafen in Brasilien ist, ist er entsprechend stark frequentiert und die Abfertigungszeiten bei der Einreise und bei der Zollabfertigung können sich rasch in die Länge ziehen. Als Daumenwert gilt, dass für den gesamten Prozess der Einreise ca. 3h eingeplant werden sollten. Wäre unser Flug regulär gelandet, hätten wir den Anschlussflug vermutlich nicht bekommen.

Die Flugroute
Die Flugroute

Die Einreise

Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten, mussten wir als erstes den Prozess der Einreise durchlaufen. Nach unserem Erlebnis in Frankfurt, hatten wir uns bereits auf eine längere und komplizierter Abfertigung eingestellt. Für Bees war die Einreise, die in Brasilien durch die Policia Federal (Bundespolizei) durchgeführt wird, innerhalb von Sekunden erledigt. Dann war ich an der Reihe. Die Beamtin öffnete meinen Reisepass, blätterte ein wenig darin herum und fand schließlich mein Visum. Daraufhin verließ sie ihren Schalter und verschwand mit meinem Reisepass. Nach ca. drei Minuten tauchte sie wieder auf stempelte meinen Pass ab und wünschte mir einen angenehmen Aufenthalt. Ich war etwas verwirrt, hatte ich mich doch bereits auf Probleme eingestellt. Doch die Beamten forderten keinen Versicherungsnachweis, keine Heiratsurkunde und auch auch kein Rückflugticket. Bees und ich schauten uns an, zuckten mit den Schultern und begaben uns zur Gepäckausgabe.

Warteschlange Einreise
Warteschlange Einreise

Das Ding mit dem Gepäck

Eine Eigenheit dieses Flughafens ist, dass jeder Weitereisende, der aus dem Ausland einreist, sein Gepäck an der Gepäckausgabe entgegennehmen, durch den Zoll laufen und das Gepäck im Anschluss erneut aufgeben muss. Zu diesem Zweck gibt es eigens dafür eingerichtete Schalter der verschiedenen Airlines. Dieser Schritt kann je nach Auslastung, sehr lange dauern. Dieses Mal betrug die Wartezeit für das erneute Aufgeben des Gepäcks ca. 40 Minuten. An anderen Tagen, kann dieser Schritt auch weit über eine Stunde benötigen.

Die Schlange zur Gepäckaufgabe
Die Schlange zur Gepäckaufgabe

Weiter nach Curitiba

Nachdem wir Eingereist waren und unser Gepäck aufgegeben hatten begaben wir uns zu den Gates. Da der Flughafen riesig ist, läuft man vom internationalen Bereich in Terminal 3 zum nationalen in Terminal 2 ca. 20 Minuten. Als wir im Terminal 2 ankamen, war das Gate bereits offen und wir konnten direkt durch die Personenkontrolle zum Gate weiterlaufen. Normalerweise herrscht an den Gates Chaos und ein enormer Menschenandrang. Die Gates für die Inlandsflüge werden häufig gewechselt und die Anzeigen, zeigen häufig falsche Ziele an. Dieses Mal hielt sich der Andrang in Grenzen und die Logistik funktionierte gut. Auf nationalen Flügen ist Essen und Trinken innerhalb Brasiliens erlaubt, sodass wir unser Wasser vom vorherigen Flug mitnehmen konnten. Das Flugzeug nach Curitiba hob um 7:35h Ortszeit voll besetzt ab.

Endlich in Curitiba

Nach einer weiteren Stunde Flugzeit landete unser Maschine auf dem Flughafen Aeroporto Internacional Afonso Pena in Curitiba. Es war inzwischen kurz vor 09:00h morgens Ortszeit. Die Zeitverschiebung nach Deutschland beträgt innerhalb der deutschen Sommerzeit 5h. In der deutschen Winterzeit verringert sich die Zeitverschiebung auf 4h. Seit 2019 gilt in Brasilien ganzjährig die Winterzeit. Die Sommerzeit wurde abgeschafft. Nachdem wir unser Gepäck vollständig an der Gepäckausgabe entgegengenommen hatten verließen wir den Flughafen, nahmen nach ca. 23h unsere Masken ab und wurden wenig später von Bees Eltern mit unsrem neuen Auto abgeholt 😄. Es ist zwar nicht besonders angenehm, die Maske über eine so lange Zeit ununterbrochen zu tragen, aber in der aktuellen Situation ist dies vollkommen vertretbar und in Ordnung. Wir hatten Mühe alle Personen und unsere vier Koffer in den Polo zu packen. Nachdem wir die Rückbank entriegelt hatten passten die Koffer und alle vier Personen ins Auto und wir brachen in Richtung Wohnung auf. Nach ca. 40 Minuten Fahrzeit trafen wir in dem Condominio ein. Condominios nennt man in Brasilien Wohngemeinschaften, die sich die Kosten für gemeinsame Infrastruktur, Verwaltung und Absicherung teilen. Unser Condominio besteht aus zwei Blocks mit jeweils 56 Parteien. Es bietet den Bewohnern neben der permanenten Anwesenheit von Sicherheitspersonal, die den Zugang zur Liegenschaft kontrollieren, auch einen Fitnessraum, einen Swimmingpool und einen Kinderspielplatz.

Die Ankunft

Unser erster Eindruck

Fürs Erste hat uns Brasilien sehr positiv überrascht. In den Flughäfen herrscht, im Gegensatz zu unseren letzten Besuchen, kein Chaos, die Prozesse laufen geordnet ab und die Flüge starten pünktlich. Darüber hinaus waren wir vom starken Pflichtbewusstsein der Brasilianer beim Tragen von Masken sehr beeindruckt. Grundsätzlich gilt in Parana, dass ist der Bundesstaat dessen Hauptstadt Curitiba ist, eine Maskenpflicht in Geschäften und engen Räumen. Die überwiegende Mehrheit der Curitibaner trägt die Maske in so gut wie jeder Situation außerhalb der eigenen Wohnung. So ist der Anblick von Menschen, darunter auch viele Kinder, die die Maske auch auf der Straße, in den Parks, im Auto, auf dem Motorrad, dem Fahrrad oder beim Joggen tragen Alltag. Menschen ohne Maske trifft man eher selten an. Auch der nächste Desinfektionsmittelspender ist nie weit weg. Corona-Prevention genießt hier aktuell einen hohen Stellenwert. Unser Auto funktioniert soweit gut. Mal sehen, ob sich unserer erster Eindruck auch im weiteren Verlauf festigen kann.

Auf ins Abenteuer

Nachdem der Autoreifen repariert war und wir unsere Wohnung an unsere Vermieterin übergeben hatten, haben wir uns ab dem 22. September für die letzten paar Tage im Haus meiner Eltern einquartiert. Die Zeit bis zu unserem Abreisetag am 04. Oktober haben wir genutzt um abschließend alle Dinge für unsere Ausreise nach Brasilien vorzubereiten.

Das Auto endgültig einmotten

Ganz oben auf der Liste, der Dinge die wir noch zu erledigen mussten, stand, das Auto für die nächsten Jahre in unserer Garage einzumotten. Jetzt werden sich sicherlich einige fragen, warum wir das Auto nicht einfach verkauft haben. Die Antwort ist, dass wir zum einen an unserem Auto hängen, wir haben über so viele Jahre so viele Reisen mit ihm gemacht, dass es uns schwer fallen würde, dieses sehr zuverlässige Auto zu verkaufen. Es ist, mit seinen mittlerweile 250.000km, auf unseren Reisen nie ernsthaft kaputt gegangen oder liegen geblieben. Allerdings muss man dazu sagen, dass wir in der Vergangenheit immer großzügig in die Instandhaltung investiert haben. Im ersten Schritt haben wir den Golf gründlich von außen und von innen gereinigt. Auf Grund eines unglücklichen Missgeschicks, ist mir Felgenreiniger im Kofferraum ausgelaufen 🙄. Es hat uns fast einen Tag gekostet , diesen wieder zu entfernen. Unabhängig von der Distanz niemals Felgenreiniger ungesichert im Kofferraum transportieren❗❗❗ Nach ca. zwei Tagen war die Reinigungsaktion abgeschlossen. Glücklicherweise zeigte sich das Wetter freundlich für die kommenden Tage. Wir konnten das Auto bequem trocken warm fahren. Da der Golf einen Kunststofftank hat und dieser nicht rostet, ist es ratsam ihn über eine so lange Zeit nicht voll betankt abzustellen. Der Vorteil liegt darin, dass bei der Wiederinbetriebnahme in einigen Jahren direkt frisches Benzin getankt werden kann. Um das restliche Benzin im Tank bestmöglich vor Korrosion zu schützen, gibt es Additive zu Kaufen, die dem Benzin vor der Außerbetriebnahme beigemengt werden. Vor der Einfahrt in die Garage, haben wir den Reifendruck auf drei Bar erhöht. Die Druckerhöhung hilf, zusammen mit den bereits in der Garage platzierten Reifenschonern, die Bildung von Standplatten zu reduzieren. An der Garage angekommen, haben wir das Dachzelt montiert und das Auto im Anschluss rückwärts in die Garage auf die Reifenschoner gefahren. Im letzten Schritt wurde noch die Batterie aus dem Golf entfernt und im Heizungskeller meiner Eltern eingelagert. Wird die Batterie gleichmäßig warm gelagert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch nach längerer Standzeit noch genutzt werden kann. Sollte sich nach unserer Rückkehr herausstellen, dass die Batterie nicht mehr funktionsfähig ist, dann werden wir sie einfach ersetzen.

Der letzte Ausflug

In Thüringen gibt viele schöne Ausflugsziele die einen Besuch lohnen. Vom Wandern am Rennsteig, einem Besuch der Wartburg bis hin zu den Talsperren, Bergseen, Burgen und dem Schlendern in den schön kleinen und größeren Städten. Um einen Eindruck von der Schönheit dieses Freistaats zu bekommen, haben wir uns, für unseren letzten Ausflug, für eine kleine Rundtour angefangen vom Gothaer Schloss, über die Wartburg und Ebertswiese bis zur Hohenwartetalsperre entschieden. Für die Tour haben wir uns einen 30 Jahre alten BMW meiner Mutter ausgeliehen. Anbei ein paar visuelle Eindrücke von der Schönheit der Natur.

Der Abschied

Nachdem wir noch einige Tage bei meinen Eltern verbracht haben, nähert sich nun der Tag des Abschieds. Von Bees ihrem in Deutschland lebenden Teil der Familie, wie Opa, Tanten und Schwestern und von unseren Freunden haben wir uns bereits vor einiger Zeit mit Besuchen und einem Grillen verabschiedet. Nun müssen wir uns auch nach und nach von meiner Familie verabschieden. Ein letzter Besuch und ein letztes Bier bei meinem Opa, einem letzten Grillen bei meinem Vater und Geschwistern und ein letztes Treffen mit meinem Onkel und meiner Tante läuten das Ende unser Zeit in Deutschland und den Beginn unseres Abenteuers in Brasilien ein.

Der Abflug

Am Morgen des 04.Oktober 2020 war es nun soweit, unser letzter Tag in Deutschland war angebrochen. In den letzten Stunden kontrollierten wir ein letztes Mal die Gültigkeit all unsere Dokumente. Alle wichtigen Reiseunterlagen wurdenleicht zugänglich im Handgepäck verstaut. Ein letztes Mal kontrollierten wir das Gewicht unseres Gepäcks und verstauten es im Auto. Meine Mutter hatte sich bereit erklärt uns zum Flughafen nach Frankfurt zu fahren. Gegen 14:00h, nach dem Mittagessen, setzten wir uns ins Auto und fuhren los in Richtung Frankfurt. Unser Flug war für 21:45h bestätigt. Als wir gegen 16:30h am Flughafen in Frankfurt ankamen, trat uns ein ungewöhnliches Ambiente entgegen. Es herrschte kein Andrang, kein Gewusel und keine Hektik. Den wenigen Menschen, denen wir in der Vorhalle des Flughafen begegneten, schienen zielgerichtet ohne Umwege ihren Zielen nachzugehen. Die Geschäfte, Bars und Restaurants waren geschlossen, sodass wir nur unser mitgebrachtes Essen im Außenbereich des Flughafens verspeisen konnten.

Alles anders als sonst

Wir sind keine Vielflieger. In den letzten 10 Jahren sind wir insgesamt 3 Mal Langstrecke geflogen. Wir waren den Check-In am Schalter gewöhnt und stellten uns auch dieses Mal für den Check-In am Schalter von LATAM-Airlines an. Auch wenn der Flughafen im Allgemeinen wenig besucht war, so herrschte am Schalter für den Flug LA8071 großes Gedränge. Es schien, das viele, in Deutschland lebende Brasilianer, die Gunst der Stunde nutzen wollten, um zu sehr günstigen Konditionen, ihre Familien in Brasilien zu besuchen. Zeitweise kosteten die Flüge von Frankfurt nach Sao Paulo nur um die 400€. Wenn man bedenkt das in normalen Zeiten die Flüge zwischen 850€ und 1200€ kosten, dann sind die aktuellen Flüge richtige Schnäppchen.

Der Check-In

Nachdem wir ca. 10 Minuten in der Schlange gestanden hatten, wies uns ein Mitarbeiter der Airline darauf hin, dass die Check-Ins nicht mehr am Schalter durchgeführt werden. Diese müssten an den Automaten in der Vorhalle selbst durchführen werden. Das war Premiere für uns, da wir dies noch nie gemacht hatten. Und Prompt beim ersten Versuch uns an den Automaten einzuchecken, verweigerten diese die automatische Datenübernahme aus unseren Reisepässen. Wir mussten daraufhin alle Daten von Hand eingeben. Nachdem wir die Hürde gemeistert hatten, gaben wir unser Gepäck auf und erlebten gleich die nächste Überraschung.

Starke Einreisekontrolle

Bees besitzt neben ihrem deutschen Reisepass auch einen brasilianischen und musste somit nicht fürchten, dass ihr die Ausreise aus Deutschland oder die Einreise nach Brasilien verwehrt werden könnte. Obwohl wir alle Dokumente (Visum, Heiratsurkunde und Krankenversicherungsnachweis) zur Ausreise aus Deutschland und zur Einreise nach Brasilien vorlegen konnten, wollte mich die Mitarbeiterin am Schalter nicht ausreisen lassen. Voraussetzung für die Einreise nach Brasilien ist, das jeder Einreisende mit nicht permanenter Aufenthaltsgenehmigung ein Rückflugticket vorweisen kann. Aus diesem Grund hatten wir für mich im Vorfeld auch einen Rückflug, der innerhalb des Gültigkeitszeitraums meines Visums lag gebucht. Die Mitarbeiterin wies uns jedoch daraufhin, dass die brasilianischen Behörden in Sao Paulo mich nicht einreisen lassen würden, wenn ich nicht ein gedrucktes Ticket vorweisen könnte. Da die Behörden in Sao Paulo keinen Zugriff auf die Systeme der Airlines haben, gleichen sie die Ticketinformationen auch nicht mit deren Systemen ab. Glücklicherweise erklärte sich die Airline bereit mir das E-Ticket noch in gedruckter Form auszuhändigen, sodass der Ausreise nun nichts mehr im Weg stand.

Auf zu den Gates

Nachdem wir unser Gepäck mit Hürden aufgegeben hatten, begaben wir uns zu den Gates. Die meisten Gates waren menschenleer, nur am Gate für unseren Flug drängten sich die Menschen. Nach ca. 45 Minuten begann das Boarding und wir nahmen unsere Plätze im Flugzeug ein. Das tragen von Masken war sowohl im Flughafen als auch im Flugzeug obligatorisch. Die Masken durften auf Grund der aktuellen Corona-Situation ausschließlich zum Einnehmen von Speisen und Getränken angenommen werden.

Der Start

Wenig später setzte sich das Flugzeug gut gefüllt in Bewegung. Nachdem es seine Position auf der Startbahn eingenommen hatte sahen wir ein letztes Mal aus dem Fenster auf den beleuchteten Frankfurter Flughafen. Dann setzte sich das Flugzeug erneut in Bewegung erhöhte immer weiter die Geschwindigkeit bis es sich in die Lüfte erhob und die Ränder die Fahrbahn verließen. Ein letzter blick aus dem Flugzeug auf die Stadt und wir verschwanden über den Wolken.

Auf ins Abenteuer

Der letzte Tag der letzte Lauf

Nun ist es soweit, der letzte Tag in unserer Wohnung ist gekommen, wir haben die Wohnung komplett ausgeräumt und an unserer Vermieterin übergeben. Zuletzt hatte uns noch eine Schraube im Reifen unseres Autos daran gehindert diesen Tag früher zu begehen. Wir haben uns noch etwas Zeit genommen um uns von unserer alten Heimat mit einem Spaziergang zu verabschieden. Bees ist der Abschied von ihren Schwestern wirklich schwer gefallen, aber nach dem schweren Abschied, freut sie sich nun um so mehr auf unsere neue Heimat und auf die Abenteuer der nächsten Zeit. Wir verbringen nun die letzte Tage bei meinen Eltern.

Die Coronasituation

Die Infektionszahlen sind in Brasilien zuletzt merklich gesunken. Durchschnittlich stecken sich aktuell jeden Tag ca. 30000 Menschen mit dem Virus an. Es scheint im Moment so, also ob die Brasilianer die Pandemie mehr und mehr unter Kontrolle bekommen.

Taegliche neue Coronainfektionen
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/
Aktive Coronainfektionen
Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/

Das Ergebnis des Antikörpertests

Vor einiger Zeit hatten wir einen Antikörpertest in Auftrag gegeben um herauszufinden, ob wir eventuell schon mit dem Coronavirus infiziert waren. Das Ergebnis ist zum 04.09.2020 negativ ausgefallen. Das bedeutet das die eingesendete Blutprobe keine Antikörper gegen das Coronavirus aufwies. Das bedeutet, dass wir höchstwahrscheinlich bis zu diesem Tag noch nicht mit dem Coronavirus infiziert waren. Wir müssen uns in nächster Zeit also weiterhin mit den bekannten Präventionsmaßnahmen auseinandersetzen und diese entsprechend anwenden.

Der kaputte Reifen und die leere Wohnung

Leider habe ich mir vor zwei Tagen eine Schraube in den hinteren Reifen auf der Beifahrerseite gefahren. Da es sich bei der Reifengröße um ein weniger gängiges Modell handelt, beträgt die Lieferzeit des Reifens ca. vier Tage. Das bedeutet das wir unsere Abreise zu meinen Eltern entsprechend nach hinten schieben müssen.

Eine Schraube im hinteren rechten Reifen
Die Schraube im Reifen

Die Wohnung ist mittlerweile komplett leer geräumt. Wir unser Hab und Gut verschickt, verschenkt, verkauft oder vernichtet. Es ist ein gutes Gefühl die Wohnung soweit für die Übergabe vorbereitet zu haben. Wir haben im Vergangenen halben Jahr viel Zeit investiert um dieses Ziel zu erreichen.

Der letzte Lauf

ich bin leidenschaftlicher Läufer, ich gehe im Durchschnitt an fünf Tagen die Woche ca. 15 km laufen. Ich laufe nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub und auf Reisen und auch zu allen Tageszeiten. In den letzten Jahren war ich oft in der Mittagspause in der Nähe meiner Arbeitsstelle laufen. Nun war ich das letzte Mal die Strecke laufen, die ich in den letzten 10 Jahren immer und wieder gelaufen bin und die ich wirklich sehr genossen habe und die ich in jedem Fall vermissen werde. Aber ich bin guter Dinge, dass ich in Curitiba eine ebenwürdige Strecke finden werde.

Der letzte Tag der letzte Lauf

Abschied mit Action

Der Gleitschirmflug

wir hatten ganz vergessen, das Bees vor einiger Zeit einen Gutschein für ein Action-Abenteuer geschenkt bekommen hatte. Beim Ausräumen unserer Wohnung fanden wir diesen nun wieder. Wir waren uns schnell einig, dass es zu schade wäre, diesen verfallen zu lassen und entschlossen uns kurzer Hand noch ein letztes Action-Abenteuer hier in Deutschland zu starten bevor wir nach Brasilien ausreisen. Seit dem wir vor einigen Jahren Ballon gefahren waren, hatte Bees öfters den Wunsch geäußert auch irgendwann einmal Gleitschirm fliegen zu wollen. Sie frage mich, ob ich auch Lust hätte und ich Antwortete: “Klar warum nicht, das ist sicherlich erlebenswert!”. Wir buchten also zwei Tandemflüge im Schwarzwald.

Der Flugort

Zusammen mit Ulf fuhren wir hoch auf den Kandel zum Startplatz. Es gibt zwei Startplätze für Gleitschirmflieger. Den Weststartplatz und den Südstartplatz. Abhängig von der Windrichtung starten die Flieger entweder vom einen oder anderen. Wir hatten Südwestwind und starteten vom Südstartplatz. Bees startete als erste. Sie bekam eine kurze Einführung wie Start und Landung funktionieren und schon konnte es los gehen. Bees bekam den Begleitsitz auf den Rücken geschnallt, dieser wurde am Schirm befestigt, es folgte eine Kontrolle, dass alle Gurte und Schnallen sicher und fest sitzen und schon war alles für den Start bereit. Ulf gab das Kommando und beide fingen an zu rennen, der Schirm entfaltete sich und plusterte sich auf und keine 20 Sekunden später waren die beiden in der Luft und flogen davon. Ich lief zurück zum Auto und fuhr wieder den Berg hinunter zum Landeplatz.

Als ich dort nach etwa 30 Minuten eintraf, waren die beiden gerade gelandet und hatten den Schirm schon wieder zusammengefaltet. Wir fuhren gemeinsam wieder zum Startplatz den jetzt war ich an der Reihe. Das Prozedere war das Selbe wie bei Bees. Ulf gab das Kommando wir fingen an zu rennen und nach ein paar Sekunden hoben wir ab in die Lüfte ab. Die Wolken rissen auf und die Sonne kam zum Vorschein. Es ebnete sich ein wundervoller Blick über die Erhebungen und Täler des Schwarzwalds. Du Flughöhe war angenehm, man konnte die Baumkronen und selbst die Bussarde von oben beobachten. Nach ca. 35 Minuten landete auch ich wieder sicher mit Ulf am Landeplatz. Jeder der die Freiheit und die Schönheit der Natur genießt, sollt sich überlegen, ob Gleitschirmfliegen eine Option für ein Naturerlebnis sein kann. Man kann die Flüge direkt bei Ulf buchen.

Abschied mit Action

Ein letztes Mal am Bodensee

In den letzten Jahren waren wir sehr oft am Bodensee, genau genommen im kleinen Örtchen “Hagnau am Bodensee”. Der Ort unterhält zwei Campingplätze, “Camping Schloß Kirchberg” und “Camping Alpenblick”. Wir haben überwiegend auf dem Campingplatz Schloß Kirchberg übernachtet, da dieser direkt am See liegt und ein eigenes Strandbad besitzt. Zum relaxen über das Wochenende war dieser Platz für uns perfekt. Diesmal sind wir jedoch nur für einen Tagesausflug nach Hagnau gefahren und haben den Tag dort am See verbracht und uns sozusagen von ihm verabschiedet. Das Dachzelt ist ja bereits in der Garage eingelagert und in den Sommerferien sind Unterkünfte spontan quasi nicht zu bekommen. Morgens war es zwar noch etwas kalt aber über den Tag kletterten die Temperaturen nochmal bis auf 28°C. Wir waren gegen 8 Uhr morgens am Parkplatz des Strandbads Hagnau. Die Parkgebühren für einen Tag betragen zum heutigen Zeitpunkt 9€. Zu unserer Lieblingsbadestelle sind es vom Parkplatz noch ca. 1,5 km zu laufen.

Die Badestelle liegt in etwa 1,5 km vom Örtchen Immenstaad entfernt in Richtung Hagnau. Wir hatten uns Proviant für morgens und mittags mitgebracht. Als wir ankamen waren es 15,5°C Lufttemperatur. Wir warfen die Badesachen über und tasteten uns langsam in den kalten See. Danach frühstückten wir und verbrachten den Tag mit ein paar wenigen weiteren Badegästen chillig am See. Gegen Nachmittag brachen wir auf und genossen noch ein letztes Mal ein Eis von unserer Lieblingseisdiele in Hagnau. Zum Schluss besuchten wir noch ein letztes Mal den Lerchenberg. Auf dem Berg Thront ein Monument aus dem zweiten Weltkrieg, das heute als Kriegsgräbergedenkstätte, Mahnmal aber auch als Aussichtsplattform und Erholungsort dient. In der Vergangenheit haben wir hier oft mit einem Bierchen die Sonnenuntergänge am Bodensee genossen. Diesen Ort kann ich wirklich jedem empfehlen, der gerne Sonnenuntergänge mit Aussicht genießt.